Wie ich leben möchte

In den letzten Tagen habe ich mich ein wenig mit alternativen Lebensweisen beschäftigt. In meiner aktuellen Wohnsituation bin ich nicht glücklich. Es ist okay, ich kann so leben und ich habe zur Zeit nicht die Kraft mich aktiv um etwas anderes zu kümmern. Aber meine Zukunft stelle ich mir anders vor.

 

Ich möchte in einer Gemeinschaft mit ähnlich denkenden Menschen leben. Gemeinsam kochen und essen, gemeinsame Veranstaltungen, gemeinsam arbeiten. Und gleichzeitig hat jeder Mensch einen Rückzugsort. Das ganze am liebsten in der Natur.

Wie genau das aussehen kann – da gibt es viele Möglichkeiten.

  1. Ein Wagenplatz. Leben auf kleinem Raum im Bauwagen mit viel Platz draußen. Ich kann mir dort mein „Haus“ völlig frei einrichten und gestalten. Ich bin Besitzer meines eigenen Wagens und bin möglicherweise sogar mobil damit. Um mich herum wohnen weitere Menschen in ihren eigenen Wägen. Wenn ich Kinder bekommen sollte, können die auch einen eigenen kleinen Wagen bekommen – wie ein eigenes Zimmer. Das Leben ist langsam. Es gibt nur wenig Strom, das Wasser wird auf dem Gasherd erhitzt, zum Waschen nehme ich eine Schüssel mit Wasser mit nach draußen. Um Abends Licht im Wagen zu haben, zünde ich Kerzen an. Für die Wärme im Winter sorgt ein Holzofen. Dieses Leben klingt für mich romantisch und gemütlich, aber auch anstrengend und mitunter unkomfortabel. Ich glaube es ist mir wichtig, eine Toilette zu haben, auf der ich nicht friere.
  2. Ein großer Hof mit vielen Wohnungen. Ich habe Platz, um im Garten einen Großteil meiner Nahrung selbst anzupflanzen. Gemeinsam kümmern wir uns darum. Wir essen gemeinsam an einem großen Tisch. Im Sommer wird draußen gegessen und die Kinder haben viel Platz und Möglichkeiten ihre Umwelt zu erkunden. In meiner Wohnung kann ich es mir gemütlich einrichten. Ich habe ausreichend Platz um Gäste zu mir einzuladen und in den Gemeinschaftsräumen werden viele Feste gefeiert. Jeder bringt sich mit seinen eigenen Talenten und Ideen in die Gemeinschaft ein.
  3. Eine Art Mehrgenerationenhaus. Verschiedene Parteien leben in einem Haus und jeder hat eine eigene Wohnung. Auch hier kann gemeinsam gegessen werden und man trifft sich im Gemeinschaftsraum um die Freizeit miteinander zu verbringen. Diese Möglichkeit sehe ich eher in einer städtischeren Umgebung, was auch Vorteile hat.
  4. Eine Kombination verschiedener Wohngelegenheiten. Etwa auf einem Hof, der auf seinem Grundstück Platz für Bauwägen bietet.

Ich träume von diesem anderen, diesem freieren Leben.

Ich möchte weniger Dinge besitzen, um die ich mich kümmern muss. Möchte stattdessen mehr Zeit für die Aktivitäten haben, die mich glücklich machen. Zeit mit lieben Menschen verbringen, über die Natur lernen und mit ihr leben. Die Jahreszeiten hautnah miterleben. Selbst etwas bauen. Handwerklich tätig sein.

 

Ich weiß noch nicht, wohin es mich in nicht einmal anderthalb Jahren treibt. Ich weiß noch nicht, wo ich arbeiten möchte (bloß, dass es vermutlich keine Regelschule sein wird). Das macht mir etwas Angst und Druck. Vielleicht muss ich es einfach mal ausprobieren. Eine Weile auf einem Wagenplatz wohnen um zu sehen, ob das was für mich ist. Bestehende Wohnprojekte besuchen und vielleicht dort etwas passendes finden. Oder vielleicht selbst eins gründen? Aber wie geht das denn??

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